IEC 61511 erkennt die Notwendigkeit einer HAZOP-Aktualisierung während des Sicherheitslebenszyklus an. Auch ohne Anlagenmodifikation wird empfohlen, die HRA alle fünf Jahre zu aktualisieren. Das PSC-Team beschloss, das HAZOP von Death Star 1 zu aktualisieren.

Viele Personen eines bestimmten Alters erinnern sich an die Auswirkungen von George Lucas‘ ursprünglichem Star Wars, als es 1977 in die Kinos kam. Über vierzig Jahre später sind viele Ingenieure eines bestimmten Alters immer noch von den technischen Aspekten des Films besessen. Als das PSC-Team überlegte, wie es seine Zeit während der Corona-Sperrung am besten nutzen kann, bestand eine vorrangige Aktivität darin, das Verfahren für „HAZOP/LOPA per Videokonferenz“ zu aktualisieren. Als Thema haben wir uns dazu entschieden, das HAZOP für Death Star 1, die mondgroße Weltraum-Kampfstation des Galaktischen Reiches, die im ersten Star-Wars-Film erscheint, zu validieren. Es ist nicht überraschend, dass bereits mehrere Anstrengungen unternommen wurden, eine Risikoanalyse des Todessterns durchzuführen, um dessen fatalen Fehler aufzudecken. Das PSC-Team wählte das folgende Papier als Grundlage für die Aktualisierung (engl.: „What the Death Star can tell us about Ergonomics Methods“).

Hier sind einige der HAZOP-Update-Highlights:

  • Eine frühere Risikoanalyse wurde in der ExSILentia-Software migriert.
  • Der Knoten, der mithilfe der prozeduralen HAZOP-Leitworte erneut untersucht wurden, war:
    • Thermal exhaust port – Expel excess energy (Task Step 2.1.1.5:)
  • Zu Beginn des Workshops wurden betriebliche „Lessons Learned“ besprochen:
    • fünf Jahre erfolgreiche Operation des DS-1, darunter 14 zerstörte Planeten und 22 abgewehrte Angriffe der Rebellenallianz
    • Einschränkungen des Wartungsbudgets wurden festgestellt
    • Störalarme wurden vorübergehend überbrückt
  • Die früheren HRA-Empfehlungen wurden überprüft und „geschlossen“.
  • Das Risikoranking (das in der vorherigen HRA fehlt) wurde durchgeführt, um festzustellen, ob die vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen ausreichend waren.
  • Zusätzliche Ursachen wurden identifiziert, analysiert und neue Empfehlungen abgegeben.

Das Team kam zu dem Schluss, dass die HAZOP-Aktualisierung gemäß IEC 61511 eine geeignete Methode zur Analyse der Gefahren einer galaktischen Superwaffe ist. Trotz 5-jähriger operativer Erfahrung wurden durch das Risikoranking weitere Maßnahmen ermittelt. Das Fehlen ursprünglicher Planungsgrundlagen und eine unzureichende Bestandsdokumentation schränkten die Wirksamkeit des HAZOP-Updates ein.

PSC bietet unabhängige Chairman- und Scribe-Services für HAZOP und LOPA gemäß IEC 61511 an und hat bereits positive Erfahrungen mit der Leitung des HAZOP/LOPA-Workshops per Videokonferenz. Bitte laden Sie hier unseren DS-1 HAZOP Update Bericht herunter.

Spoiler: HAZOP-Update hat den „fatalen Fehler“ nicht aufgedeckt